Kleeblätter 2017

 

Ein Gang durch unsere Gemeinde

Ortsverein

Bürgermeisterin Christina Rählmann besprach aktuelle Themen

 

Nach der Begrüßung durch den SPD- Vorsitzenden Thomas Rieger kündigte Christina Rählmann zu Beginn an, dass dieser heutige Informationsaustausch noch einmal mit „ Dach überm Kopf“ stattfindet, ab dem kommenden Frühjahr dann als informativer Spaziergang in verschiedenen Bereichen und zu verschiedenen Themen.

Das könnte anfangs ein Gang durch den gesamten Ortskern sein, aber auch mal ein Gang mit Kindern oder Jugendlichen zu deren Themen; sicherlich mit ganz anderem Blickwinkel.

In lockerer Atmosphäre zuhören, Meinungen austauschen und mitnehmen, miteinander ins Gespräch kommen, dafür war auch dieser Abend schon gedacht. Mit dem informativen Überblick der Bürgermeisterin auf die aktuelle Situation der Gemeinde Mettingen waren bereits Themen für die anschließende Diskussion angestoßen. Das ging vom Lob für den schönen Mettinger Ortskern, vor allem von auswärtigen Besuchern, bis zu zahlreichen Neueröffnungen und der vielfältigen, ebenfalls häufig gelobten Gastronomie. Zahlreiche gelungene, gut besuchte Feste und Veranstaltungen sprach die Bürgermeisterin an und brachte auch dazu immer mal wieder interessante Einzelheiten. So besuchten am verkaufsoffenen Sonntag „ Kerzen an“ allein 320 Interessierte die Mineraliensammlung im Ortskern, schon ein Indiz für eine lebendige, gut angenommene Veranstaltung. Das spricht aber auch für die weitere Unterstützung der Museen und Sammlungen in Mettingen. Ich freue mich schon auf den Weihnachtsmarkt und die neue Weihnachtsbeleuchtung, so die Bürgermeisterin wörtlich.

Breitband, schnelles Internet und Freifunk waren weitere Stichworte, verbunden mit der Information, dass die Deutsche Glasfaser im südlichen Gemeindegebiet aktiv werden will, nachdem bereits durch Osnatel die Versorgung in den nördlichen Siedlungsgebieten verbessert wurde.

Die überraschend große Nachfrage nach Bauplätzen in Mettingen und die anstehende Erweiterung des Baugebietes „Wohnen am Freibad“ sprechen nach Ansicht von Christina Rählmann eindeutig für die Qualität und Beliebtheit des Wohnortes Mettingen. In dieser Meinung wurde sie von anwesenden Gästen bestärkt, die inzwischen ihr Haus in diesem Wohngebiet bezogen haben, sich bewusst für Mettingen entschieden haben und sich nach eigenem Bekunden hier sehr wohl fühlen. Erfreut teilte die Bürgermeisterin mit, dass Mettingen wieder gewachsen ist und zur Zeit über 12000 Einwohner hat, das mag auch mit der erfreulichen Entwicklung bei COWI nach der Übernahme durch Oetker zusammenhängen.

Ein weiteres aktuelles Thema sind zur Zeit, wie in jeder anderen Gemeinde, die Aufnahme und Unterbringung der zahlreichen Flüchtlinge. In Mettingen sind das aktuell circa 180 Personen, verteilt über das gesamte Gemeindegebiet. Die Bürgermeisterin dankte dem Rathausteam, den Bauhofmitarbeitern, den Hilfsinitiativen und den Nachbarschaften, faktisch allen, die zu einem guten Miteinander beitragen. Das tun nach ihrer Meinung auch viele Flüchtlinge durch gemeinnützige Arbeiten, wie Unterstützung des Bauhofes bei Reinigungsarbeiten.

Weitere Themen waren Planungen und Vorhaben wie Neubau einer weiteren Kindertagesstätte, Verbesserung der kommunalen Jugendarbeit durch neue Räumlichkeiten, Nachnutzung des Nordschachtgeländes und der aktuelle Stand des Neubauvorhabens ALDI.

In der anschließenden Diskussion wurde der im kommenden Jahr anstehende Neubau der sanitären Anlagen und Umkleiden im Freibad angesprochen, verbunden mit einem Dank an Förderverein und DLRG bezüglich ihrer Arbeit für das beliebte Freibad.

Kritik gab es aus der Versammlung am Verhalten von Leuten, die ihren Müll an Wanderwegen oder in der freien Landschaft achtlos wegwerfen oder sogar gezielt entsorgen. Das gilt auch für Grünabfälle, zumal die in Mettingen kostenfrei entsorgt werden können.

Anwohner ärgern sich auch immer wieder über die Unart, die Straße vor ihrer Haustür als Abkürzung zu benutzen. Das gilt in Siedlungen wie in Außenbereichen, für PKW und insbesondere auch für große landwirtschaftliche Fahrzeuge. Jeder sollte an dieser Stelle mal über den Sinn von Anliegerstraßen, Sammelstraßen, Hauptstraßen etc. nachdenken und sein Verhalten überprüfen.

Sorgen macht auch immer wieder der Kreuzungspunkt Schlickelde im Bereich der Recker Straße mit den Einmündungen Wöstenstraße, Querenbergstraße und Bockradener Straße. Neben einer eventuellen Umlegung der Querenbergstraße gibt es hier weiteren Handlungsbedarf, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

Fazit und auch Ziel des Abends war, die Vielfalt des Gemeindelebens mit sehr unterschiedlichen Ansichten und Interessen möglichst auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, sowohl bei den großen Zukunftsthemen, als auch bei den vielen, zwar kleineren, aber für den Einzelnen ebenfalls bedeutsamen Themen und das kann nur im gemeinsamen Gespräch gelingen und diese Gespräche wurden nach Ende der Versammlung noch weiter geführt.